REZEPT IM BILD

…ahhhhhh, hier passsiert nicht genug… ich weiß. Das wird wohl auch noch ein paar Wochen so bleiben müssen. Es sei denn, die Anzahl der Stunden pro Tag wird verlängert. Aber ab Mitte Oktober geht es hier weiter! Und bis dahin ein paar figurbewusste Rezteptideen aus der aktuellen LOOX. Zitronenhuhn-34831 Tiramisu-34900 Spaghetti-34994 Schweinefilet-35091 Salat-34961 Linsen-34810 Kapitelstarter-35040

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RAUSGERISSEN, REINGEBISSEN

Fundstück der Woche: Wilder Fenchel aus befreundetem Schrebergarten
XXX-Fenchel-31322Wilder Fenchel ist großartig: schmeckt hocharomatisch, fruchtig-herb, kräutrig-würzig und bittersüß. Die grünen Blätter schneide ich fein und mische sie unter Kartoffel-Gurkensalat, Gurkenrelish, Joghurtdipps, frische Salate und tausend andere Leckereien. Ob man die Wurzel verarbeiten kann? – Muss ich noch testen. Nach der Blüte im Sommer jedenfalls gibt´s jede Menge Fenchelsamen zum Rösten und Würzen. Juhuuu, die Sommerküche ist gerettet! Dank flächendeckender Befenchelung im befreundeten Schrebergarten.

EINE ODE AN DIE ERBSE

Ich liebe Erbsen! Und ja – auch wenn auf diesen Bildern frische Erbsen zu sehen sind – TK Erbsen find ich super!ERBSE-1 Als Koch, der etwas auf sich hält, müsste ich jetzt natürlich die beste, uralte Erbsensorte loben, gerade wiederentdeckt und nur von wenigen Bauern in Nordbrandenburg kultiviert… Keine Ahnung, ob es die gibt. Und wenn, dann würde ich mich freuen, sie zu probieren. Für die (meist dann doch schnelle) Alltagsküche gibt´s für mich nichts besseres als die TK-Erbse aus dem Supermarkt. Keine Angst, Dosenerbsen würde ich nicht anrühren, aber tiefgefroren sind die die kleinen Grünen super: Immer griffbereit im Eis, immer frisch, lecker und sowas von knallgrün. Das beste: das lästige „Erbsenkrüllen“ kann man sich sparen. Wobei mich schon interessieren würde, wer das erledigt… Dazu demnächst mehr. Hier nun erstmal drei meiner Erbsen-Favorites. Der Salat ist oben rechts im Bild, der Erbsendipp im Hintergrund. Lasst es Euch schmecken.

Grüner Salat aus Schnippelbohnen und Erbsen

  • Salz
  • 400 g Schnippelbohnen
  • 200 g gepalte, frische Erbsen, ersatzweise tiefgekühlte Erbsen
  • 200 g Zuckerschoten
  • 2 Zweige Estragon
  • 100 g gemischte Blattsalatt

Für das Dressing:

  • 10 EL Olivenöl
  • 6 EL heller Balsamicoessig
  • 2 TL Dijonsenf
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Zucker

Für die Brotchips:

  • 1 Baguettebrötchen vom Vortag
  • 2 EL Olivenöl
  • grobes Meersalz aus der Mühle oder Fleur de Sel

1,5 Liter Salzwasser in einem großen Topf aufkochen. Währenddessen die Schnippelbohnen waschen und putzen. Im kochenden Wasser 8–10 Minuten blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und zum Abkühlen auf ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Backblech legen. Inzwischen das Wasser nochmals aufkochen. Die Erbsen und die Zuckerschoten darin 4–5 Minuten blanchieren und auf die gleiche Weise abkühlen lassen.

Den Estragon waschen, trocken schütteln, die Blätter zupfen und schneiden. Die Blattsalate waschen, trocken schleudern und zupfen. Bis zur Verwendung kühl stellen. Für das Dressing Olivenöl, Balsamicoessig und Dijonsenf mit dem Schneebesen zu einer Vinaigrette verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Die Schnippelbohnen, Erbsen, Zuckerschoten und Estragon in einer Schüssel vermengen und mit der Vinaigrette vermischen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Für die Brotchips das Baguettebrötchen in hauchdünne Scheiben schneiden, nebeneinander auf ein Backblech legen, mit einigen Spritzern Olivenöl beträufeln und mit Meersalz bestreuen. Auf der mittleren Schiene im Backofen in 15–20 Minuten goldbraun rösten. Die marinierten Bohnen und Erbsen mit den Blattsalaten verrühren und nochmals abschmecken. Mit den Brotchips bestreut servieren.

Tipp: Der Salat schmeckt super mit geröstetem Speck: Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Speckscheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Backofen 15–20 Minuten goldbraun rösten. Zum Entfetten sofort auf Küchenkrepp legen.

Für Vegetarier machen Sie aus dem Salat schnell eine sommerliche Hauptspeise: Einfach 200 Gramm Ziegenfrischkäse oder Pecorino über den Salat bröseln und mit Markerbsendip (siehe Seite XY) servieren.

Erbsendip mit Estragon

  • 300 g frische, gepalte Mark- oder Gartenerbsen, ersatzweise TK
  • Salz
  • Saft von 1/4 Biozitrone
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zweig Estragon
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1 Liter gesalzenes Wasser aufkochen und die Erbsen 5–6 Minuten darin blanchieren. Die blanchierten Erbsen in ein Sieb gießen und dabei das Kochwasser auffangen. Die Erbsen mit kaltem Wasser kurz abbrausen.

Die Erbsen in eine Küchenmaschine geben, 4–6 Esslöffel Kochwasser, den Zitronensaft, den Zucker sowie das Olivenöl hinzufügen und alles fein pürieren. Das Püree nach Wunsch durch ein Sieb streichen – es wird dann besonders fein.

Den Estragon waschen, trocken schütteln, die Blätter zupfen, fein schneiden und unter das Püree rühren. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und servieren.

Und hier noch zwei meiner „Erbsenstandards“: Erbsen-Minestrone

Minestrone-5049

Für das Pesto

  • 30 g Pinienkerne
  • 50 g frisches Basilikum und glatte Petersilie
  • 6 Knoblauchzehen
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml Olivenöl

Für die Minestrone:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150 g Zuckerschoten
  • 150 g Gartenbohnen
  • 150 g Kartoffeln
  • 150 g gepalte frische Erbsen, ersatzweise TK
  • 150 g gepalte frische Dicke Bohnen, ersatzweise TK
  • 3 grüne Tomaten
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 150 ml Weißwein
  • 1,6 l Gemüsebrühe
  • 8 Speckscheiben

Für das Pesto die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und fein hacken. Die Kräuter waschen, trocken schütteln, die Blätter zupfen und fein hacken. Die Knoblauchzehen schälen, fein hacken und mit den übrigen Zutaten vermischen. Mit 1 Prise Salz und Pfeffer würzen und mit 175–200 Milliliter Olivenöl verrühren.

Für die Minestrone die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Zuckerschoten und die Gartenbohnen waschen, putzen und in mundgerechte Streifen schneiden. Die Kartoffeln waschen, schälen und fein würfeln. Die grünen Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser überbrühen und häuten. Die Tomaten vierteln und das Fruchtfleisch würfeln.

Das Olivenöl in einem großen Suppentopf erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig anbraten. Die Erbsen und die dicken Bohnen sowie die Zuckerschoten, die Gartenbohnen und die Kartoffelwürfel hinzufügen, 2 Minuten mitbraten. Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker bestreuen und 1 Minute umrühren; mit Weißwein ablöschen und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Die Suppe einmal aufkochen und 10–15 Minuten köcheln lassen.

Zusammen mit dem Pesto servieren. Dazu schmecken gerösteter Speck und Brotchips! Guten Appetit!

…und „Froschsuppe“ alias Grüne Erbsensuppe, hier mit Garnelenspieß: ErbsensupppeScampi-4894

  • 2 Stangen Zitronengras
  • Salz
  • 800 g gepalte frische Erbsen, ersatzweise TK
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Prisen Zucker
  • Saft von 1/4 Biozitrone
  • 12 rohe Riesengarnelen
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Fleur de Sel

Für die Suppe die Zitronengrasstangen in grobe Stücke schneiden und mit 1,5 Liter gesalzenem Wasser aufkochen. Die Erbsen darin 6–8 Minuten blanchieren. Die Erbsen in ein Sieb gießen und das Kochwasser auffangen. Die Erbsen mit 800 Milliliter Kochwasser und 1 Esslöffel Olivenöl in eine Küchenmaschine geben. Die Suppe fein pürieren und mit 2 Prisen Salz und Zucker sowie dem Zitronensaft abschmecken.

Für die Spieße die Garnelen pulen und den Darm entfernen. Waschen und abtupfen. Das restliche Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen darin kurz und heiß anbraten. Sie sollten in der Mitte noch glasig sein. Mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen. Vier Spieße mit je drei Garnelen vorbereiten. Die Erbensuppe noch einmal aufkochen und mit den Garnelen und den Erbsensprossen servieren.

Weitere Erbsenleckereien folgen. Jetzt aber erstmal guten Appetit! Und hier noch die Quelle, für den Fall, dass jemand mehr Erbsen möchte:

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GEGRILLTER KAROTTENSALAT MIT SESAM

Das gute Wetter lässt auf sich warten, aber was soll´s… Ich läute mit diesem Salat einfach mal die Grillsaison ein. Grill_84-85_R_9679-2Diesen Grill-Salat könnt Ihr ab sofort in der Pfanne ausprobieren und bis zum Angrillen nach Eurem Geschmack verfeinern. Vielleicht schneidet Ihr kurz vor dem Servieren frisches Thai-Basilikum oder Minze rein? Oder Ihr bereitet ihn weniger asiatisch, sondern eher mediterran zu? Mit ordentlich Olivenöl, Pinienkernen, Zitronensaft und Basilikum zum Beispiel… Oder Ihr röstet die Karottenscheiben mit orientalischen Gewürzen…

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Wie genau Ihr die Karotten abschmeckt, ist Euch überlassen. Wichtig ist, dass Ihr sie in gleichmäßig dünne Streifen schneiden. Das geht am besten, wenn Ihr zunächst eine Scheibe abschneidet und die Karotten zum weiteren Schneiden auf die Schnittkante legt. Dann können sie nicht wegrollen.
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Beim Grillen sollen die Scheiben schön knackig bleiben. Also, nicht zu viele auf einmal auf den Grill werfen und immer schön wenden. Die fertigen Karotten in einer Schüssel sammeln und – wichtig – noch warm marinieren. So nehmen sie die Aromen besser auf.Grill_084-085_S7_9436

Schmeckt den Salat vor dem Servieren noch einmal mit Salz, Honig und Säure ab. Und dann wünsche ich: Guten Appetit und jede Menge Sonne!

Zutaten:

  • 700 g Karotten
  • 3 EL Sesamöl
  • 2 EL Traubenkernöl
  • Limettensaft nach Geschmack
  • 1/2 – 1 TL Honig
  • 1 TL frischer, fein geriebener Ingwer
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • 2 TL geröstete Sesamsaat
  1. Den Grill auf 200 °C vorheizen und eine Grillplatte auflegen.
  2. Die Karotten schälen und den grünen Ansatz entfernen. Entweder mit einem scharfen Messer längs in feine und gleichmäßige Streifen schneiden und diese dann in Stücke von ca. 3 cm Länge schneiden.
  3. Das Sesamöl und das Traubenkernöl nach und nach auf der heißen Grillplatte verteilen und die Karottenstreifen darin portionsweise von beiden Seiten je nach Dicke der Scheiben 1 – 2 Minuten grillen. Das Gemüse soll nicht durch, sondern noch schön knackig sein. Die fertigen Karotten in einer Schüssel sammeln und noch warm marinieren. So nehmen sie die Aromen besser auf.
  4. Die warmen Karotten mit dem Limettensaft, dem Honig und dem Ingwer vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend mit der Sesamsaat vermischen und vor dem Servieren nochmals mit Salz, Honig und Limettensaft abschmecken.
  5. Jetzt nur noch den Tisch decken, Fleisch, Fisch, Haloumi oder Tofu auf den Grill und lecker essen!  Prost!
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Die Fotos und die Idee zu diesem Rezept stammen aus dem Kosmos-Buch „Grillgenuss für jede Jahreszeit“ von Matthias Mangold. Dort werden die Karotten als Beilage zu einer gefüllten Hähnchenbrust zubereitet. Ich habe mir erlaubt, das Rezept etwas verändern.CoverGrillgenuss-72dpi